PCI Gazette 41, Dezember 2011

PCI Herbstritt

Barbara Camenzind

Wenn das Licht milder wird und die Blätter langsam ins gelbliche kippen, die Trauben satt an den Reben hängen und die Kürbisse die Wege zieren, dann zieht der Herbst ins Zürcher Weinland. Eine wunderschöne Kulisse für einen PCI Herbstritt.

Das Datum war mehr oder weniger zufällig gewählt, hat sich aber als Volltreffer erwiesen. Der Morgennebel erhob sich in dem Moment, als die Schar von 13 Pferden vom Treffpunkt-Parkplatz Richtung Husemersee aufbrach. Der See lag friedlich im Morgenlicht, die vielen hellen Birken säumten das Ufer und der Himmel wurde immer blauer. Vom See, der eingebettet zwischen Trüllikon, Ossingen und Truttikon am östlichen Ende des Weinlandes liegt, führte der Ritt an Bauernhöfen vorbei zum Truttiker Rebberg Bächiboden, zum Sunnacker Hof und auf den Seewadel. Von dort zog sich ein schöner Höhenweg hin nach Oberschlatt, der Sicht bis in den Hegau mit seinen markanten Vulkankegeln bot.

Nach einer Stunde und vierzig Minuten war das Mittagsziel, die Hofbeiz Zur Muus, bereits erreicht. Frau Herrmann hatte unter einer Reblaube für alle üppig gedeckt und verwöhnte die Reiterinnen und Reiter mit feinen Produkten vom Hof und aus der Region, mit Kuchen, Kaffee fertig und selbstgebranntem Likör. Derweil hielten die Pferde auf einer kleinen Wiese unterhalb des Essplatzes Siesta und dösten zufrieden vor sich hin. Nach zwei Stunden wurden die Pferde wieder gesattelt, und nach einem kurzen Ritt hoch zum Cholfirstwald ragte der neue Aussichtsturm „Hochwacht“ mächtig aus den Baumwipfeln heraus. Einige Mitglieder waren unternehmungslustig und stiegen den 37 m hohen Turm hinauf zur Aussichtsplattform, wo sie einen herrlichen Rundblick geschenkt bekamen – und die Pferde unter ihnen winzig klein erschienen.

Im malerischen Weinbaudorf Rudolfingen gab es einen „Boxenstop“ für ein Glas frischen Süssmostes und Wasser vom Dorfbrunnen für die Pferde. Über Feldwege und durch ein kleines Naturschutzgebiet führte die Route zurück zum Parkplatz, wo der Ritt um 16.30 Uhr zu Ende ging. Alle Pferde – Pasos und Isländer – haben sich wohl verhalten, waren kooperativ und fleissig unterwegs. Das Tempo war für die einen eher gemütlich, für andere gerade richtig, aber es war kein Übereilen. Schliesslich wollte man ja während dem Ritt miteinander schwatzen und die Landschaft geniessen.

Es war ein warmer, sonniger Bilderbuch Herbsttag und der PCI hat sich gefreut, dass dreizehn Mitglieder an diesem Ritt teilgenommen haben. Sicher haben sie alle schöne und unvergessliche Erinnerungen an diesen Tag mitgenommen.

Barbara Camenzind