PCI Gazette 41, Dezember 2011

PCI Freundschaftsturnier

Barbara Camenzind

Die Wetterfeen sind dem PCI hold: Auch dieses Jahr erstrahlte am 20. August ein tiefblauer Himmel über dem NPZ Gelände in Bern, als die teilnehmenden Pferde frühmorgens aus den Hängern stiegen. Dank einigen offenen Gangpferdeprüfungen durfte der PCI neun Gangpferderassen am diesjährigen Freundschaftsturnier begrüssen.

Letztes Jahr fand am 3. Juli die PCI Fiesta auf dem selben Gelände statt, dieses Jahr stand das PCI Freundschaftsturnier an. Alternierend wechseln sich die beiden Veranstaltungen ab. Die Fiesta widmet sich ausschliesslich dem Paso Pferd, mit rassetypischen Prüfungen und lateinamerikanischer Ambience. Die Freundschaftsturniere dagegen bieten offene Gangprüfungen für alle Gangpferde an. 28 Pferde haben sich zum diesjährigen Turnier angemeldet, was die Veranstalter sehr gefreut hat. Nebst „unseren“ Paso Finos und Paso Peruanos präsentierten sich Paso Iberoamericanos, Isländer, ein Rocky Mountain Horse, Kentucky Mountain Horses, ein Missouri Foxtrotter, ein Mangalarga Marchador und ein American Saddlebred. In Prüfungen wie Dreigang, Rittigkeit für Einsteiger, Rittigkeit für Fortgeschrittene, Naturtölt, Paarreiten und der Copa de Champan massen sich diese in Aussehen, Gang und Temperament so unterschiedlichen Pferde, und Richterin Eve Barmettler fand einen Weg, sie alle nach ihren Richterschwerpunkten einzuordnen. Taktklarheit, Vorwärts, Schwung und Ausstrahlung von Reiter/in und Pferd wollte sie sehen. Auch legte sie grossen Wert auf exaktes Reiten der Bahnfiguren in den Rittigkeitsprüfungen. Wie sich zeigte, ist es unter Turnierbedingungen gar nicht so einfach, diese klassischen Grundregeln der Reiterei präzise abzurufen.

Es war für die Zuschauer und Organisatoren sehr interessant, diese breite Palette an Gangpferden beobachten zu können. Und man konnte feststellen: Unabhängig von der Rasse, es arbeiten alle an den selben Aufgaben! Bei den meisten könnte der Schwung und die Ausstrahlung verbessert werden, die Weichheit und Wendigkeit sowie die Aufrichtung. Ob Gangpferd oder klassische Reitweise: Am Bild des repräsentativen Pferdes muss in jahrelanger Arbeit gemeisselt werden. Für die Teilnehmenden stand aber ganz sicher an oberster und wichtigster Stelle, dass ihre Pferde wunderbare, kooperative und tolle Freizeitpartner sind. Es macht Freude und Spass, sie zu reiten und das konnte man gut sehen!

Kulinarisch wurde der Anlass mit peruanischen Spezialitäten und verschiedenen Salaten abgerundet. Unter der Leitung von James Schneider brutzelte allerlei Leckeres auf dem Grill, und die Mittagspause wurde für anregende Gespräche genutzt.

Das Organisationskomitee bedankt sich sehr herzlich bei allen Sponsoren, Inserenten und Helfern. Ohne ihre Unterstützung könnte kein solcher Anlass durchgeführt werden.

Barbara Camenzind