PCI Gazette 41, Dezember 2011

Dia de Campo – 25 Jahre PCI

Barbara Camenzind

Dieses Jahr feiert der PCI sein 25-jähriges Bestehen. Wir haben dieses Jubiläum mit einem kleinen, stimmungsvollen Fest für die PCI Mitglieder gefeiert. Da wir traditionell jedes zweite Jahr ein Turnier mit Fiesta veranstalten, in dem die Paso Pferde im Mittelpunkt stehen, haben wir diesmal bewusst die Pferde zuhause gelassen, damit unsere Mitglieder unbeschwert und bis in die Nacht hinein feiern konnten.

Die Feier war für Samstag, 9. Juli angesagt, und gegen Mittag strömten die ersten Gäste auf den prächtigen Freiburgerhof unseres ehemaligen Präsidenten Robert Zürrer, der uns zusammen mit Gattin Doris Zürrer Gastfreundschaft gewährte. Bei strahlendem Sonnenschein liessen sich die Gäste an lauschigen Plätzchen im Garten nieder, unter Bäumen, im schattigen Schuppen oder in der gemütlichen Hofküche. Es wurde geplaudert, gespielt, gelacht, und die peruanischen Musiker bauten ihr Set im Unterstand auf. Aber wie es halt so typisch südamerikanisch ist, ein bestimmtes Teil für den Verstärker fehlte und musste erst noch besorgt werden, und so wurde es beinahe 18 Uhr, bis die mitreissenden Latinoklänge über den Hof schallten und die Besucher wie ein Magnet anzogen. Wie wunderbar diese Rhythmen und sehnsuchtsvollen Lieder doch sind… Die Peruaner unter den Gästen legten tolle Tanzeinlagen hin, und wir Schweizer versuchten es ihnen bald gleichzutun.

Aber wir waren nicht „nur“ Schweizer PCI Mitglieder vor Ort – ganz besonders gefreut hat uns der Besuch von Heike Grossklaus und Karl Decruppe vom Gut Kranichhof bei Berlin, die den ganzen weiten Weg auf sich genommen haben, um mit uns dieses Fest zu feiern. Auch unsere peruanischen Mitglieder waren dabei und haben die Gästeschar mit Freunden und Aficionados bereichert. Dies hat sich vor allem im frischen, bunten Mittagsbuffet offenbart – wunderbare peruanische Spezialitäten fanden sich dort, von Causa Rellena bis Anticuchos, die auf dem Grill brutzelten und grossen Absatz fanden (Rinderherzen!). Das Nationalgetränk, der Pisco Sour, hatte schon lange vorher die Runde gemacht…

Bald tauchten drei Musiker mit ihren Cajons auf – der Cajon (Kiste) ist ein peruanisches Nationalinstrument, das seinen Ursprung in den afro-peruanischen Gemeinden hat. Sklaven hatten ganz einfach leere Transportkisten genommen, die Frachtgüter enthalten hatten, sich darauf gesetzt und den Rhythmus zu ihren Liedern geschlagen. Heute kauft man diese Instrumente natürlich in verfeinerter Form, und sie bestechen durch ihre Schlichtheit und schöne Verarbeitung.

Die drei Musiker sangen und trommelten und verloren sich in ihren Liedern, eine Traube von hingegebenen Zuhörern setzte sich im Kreis um sie herum und liess sich von den Melodien forttragen oder zum Mitsingen animieren.

Die ersten Besucher verliessen das Fest am frühen Abend (ach ja, die Pferde müssen gefüttert werden…), andere blieben bis spät in die Nacht, und einige übernachteten sogar auf dem Hof und genossen am Sonntag noch einen gemeinsamen Ausritt.

Es war ein wunderschöner Jubiläumstag im Grünen, locker, fröhlich, stimmungsvoll und bunt, ganz so, wie wir es uns gewünscht haben. Wir danken Doris und Robert Zürrer und all ihren Helferinnen und Helfern von Herzen für diesen gelungenen Tag!

Barbara Camenzind