PCI Gazette 41, Dezember 2011

10’000 km und kein bisschen müde

Renate Gurtner, A-Salzburg

PCI Mitglied Renate Gurtner hat mit ihrer Paso Peruano Stute Bella in diesem Jahr 2‘000 km zurückgelegt. Es würde sieinteressieren, ob andere PCI Mitglieder auch Erfahrungen mit Anzahl gemachter Kilometer haben und ihre Erlebnisse teilenmöchten.

Mich hat es immer schon interessiert, wie viele Kilometer pro Jahr ich mit meiner Paso Peruano Stute Bella (Prima Vera, geb. 1999) im Gelände reite.

Ich hatte ja schon öfters an Distanz- bzw. Wanderritten teilgenommen. Die Vorgabe war jeweils, mind. 40 km pro Tag zurückzulegen, und zum Erreichen des silbernen österreichischen Wanderreitabzeichens waren mind. 110 km in drei Tagen, mit zwei Außenübernachtungen, gefordert. Für meine PP Stute immer eine leichte Aufgabe. So habe ich am 1. Jänner dieses Jahres begonnen, nach jedem Ausritt die Kilometer aufzuschreiben.

Ein Freund hat ein PC Programm, in dem man die gerittene Strecke markieren kann und dann die exakte Anzahl Kilometer ausgerechnet bekommt. Nach Wochen der genauen Berechnung der absolvierten Kilometerzahl am PC habe ich festgestellt, dass ich auf knapp 9 Kilometer pro gerittene Stunde komme, so habe ich folglich nur mehr die reine Reitzeit aufgeschrieben und fairerweise auch nur 8 km pro Stunde  berechnet.

Fazit: Bis zum heutigen Tag (Ende Oktober 2011) haben wir bereits knapp 1’800 km Geländestrecken geritten (Arbeit im Reitplatz wird selbstverständlich NICHT mit gerechnet). Bis Ende des Jahres werden wir sicher 2’000 km erreichen, und dies, obwohl ich heuer 6 Wochen pausiert habe. Das heißt, Bella habe ich am 2. Dezember genau 5 Jahre, und somit bin ich mit ihr dann ca. 10’000 km geritten.

Ist doch sehr interessant, wenn man sich das einmal zusammenschreibt. So bin ich schon sehr stolz auf mein „Distanzpasopferdchen“!! Ich muss sagen, jeder Kilometer auf meinem Pferd bedeutet für mich Entspannung pur; ich reite nicht, um Kilometer zu horten, sondern einfach aus Freude am Reiten (viel Tölt, Schritt, naja, auch etwas Galopp ist dabei  ), und ich bin mir sicher, auch Bella gefallen unsere Ausritte. Brio hat sie genug, aber auch in noch so gefährlichen Situationen konnte ich mich immer voll auf ihre Nervenstärke verlassen.

Auch bezüglich Dressur waren wir heuer sehr fleißig. Ich habe mit Bella die österreichische Reiterprüfung geschafft. Statt Trab durfte ich Paso Llano gehen, und statt verstärktem Trab Sobreandando. Galopp und Galoppverstärkung waren ohnehin kein Problem – ja, und springen über kleine Hindernisse macht uns beiden auch Spaß! Meine Tochter reitet mit Bella Barrel Racing, und hier ist die Wendigkeit und Schnelligkeit des Paso unschlagbar.

Seit einigen Monaten begleitet mich ja meist meine Tochter Barbara mit ihrem  Freibergerstütchen aus der Schweiz, welches ein sehr vielseitig und sportlich ausgebildetes Pferd ist. Gerade deshalb ist ein Vergleich mit einem PP Pferd für mich sehr interessant. Was ich damit schreiben möchte: Paso Peruanos sind auch sehr vielseitig, und ich bin mir sicher, meine Bella ist hier bestimmt keine Ausnahme. Deshalb stimmt es mich oft sehr nachdenklich, wenn ich mit pferdeinteressierten Leuten spreche, die glauben, Paso Peruanos seien einfach nur Pferde, die bequem tölten können und dabei „schaufeln“, sonst aber nicht besonders vielseitig…Hier ist es mir ein großes Anliegen, den Paso Peruano aus dieser „einseitigen“ Ecke herauszuheben!

Mich würde es sehr interessieren, wie viele Kilometer Wanderritte andere Paso Besitzer so im Jahr reiten? Vielleicht hat ja jemand Lust, sich dazu auch einmal Gedanken zu machen und die Kilometer aufzuschreiben? Über ein Feedback würde ich mich sehr freuen!

Renate Gurtner, A-Salzburg