PCI Gazette 37, Januar 2010

Bericht PCI Jahreshauptversammlung

Barbara Camenzind

Am 24. Oktober 2009 fand unsere 24. PCI Jahreshauptversammlung in Uffikon im Kanton Luzern statt. Das Rahmenprogramm begeisterte die Anwesenden und machte jenen Samstag zu einem besonderen Erlebnis.
Ein nebliger, verschleierter Tag empfing uns am Morgen des 24. Oktober hoch über dem Dorf Uffikon. Eine kompetente, gut gelaunte Führerin begrüsste unsere PCI Schar und geleitete uns von Kunstwerk zu Kunstwerk und wusste zu jeder Installation spannende und amüsante Geschichten zu erzählen. Fasziniert wanderten unsere Augen zum Beispiel über die nachgestellte „Lagune von Venedig“, die eine Künstlerin auf dem Rasen errichtet hatte: ein paar verblasste Ruderboote und Kähne in diversen Grössen und jede Menge Müll! Wie dieser authentische „Müll“ aus Venedig den Weg von Italien in die Schweiz geschafft und alle Zollhindernisse und Bürokratievorgaben überwunden hat, entlockte uns manchen Lacher! Die Geschichte hinter dem Kunstwerk ist erst, was es einzigartig macht!

Der offene Betontempel mit den 99 Säulen ragte ganz mystisch aus dem Nebel hervor. Als wir drin standen, spürten wir die Kälte der dicken Betonsäulen. Wir wanderten im Tempel herum und bestaunten die mit jedem Schritt wechselnde Perspektive. Zwischen den Säulen veränderten sich die Landschaftsausschnitte ununterbrochen und boten immer neue Ausblicke.

Auf einer anderen Wiese standen ein Dutzend witzige, überdimensionale Köpfe in Reih und Glied und schauten unbeirrt in die Ferne. Was sie wohl dort wahrnahmen?

Der absolute Höhepunkt war aber das Wetz-Museum in der alten Tabakscheune! Alle, die diese Installation nicht gesehen haben, haben wirklich etwas verpasst! Da hat ein Künstler seiner Fantasie absolut freien Lauf gelassen und die ganzen Erinnerungen und Visionen seiner Jugendzeit im Zihlfeldlöchli bei Wolhusen zum Leben erweckt. Die Inspiration dazu gab nicht zuletzt die verrückte Grossmutter, die im selben Haushalt lebte und die abartigsten Maschinen konstruierte! Da gab es fliegende Staubsauger mit ausgestopften Eichhörnchen, die darauf ritten, Kunsthühner, die im Museum herumflatterten, Weihnachtseisenbahnen, laute Konzertarien, einen endlos hohen Waschmaschinenturm, Spielsachen, die sich selbstständig machten, Seilbähnchen, die über unsere Köpfe schwirrten und noch viele hundert andere Eindrücke, die ich gar nicht mehr aufzählen kann. Man kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Eine Installation, die an alle glitzernden, glimmernden, bunten Weihnachtsfantasien denken liess und uns Erwachsenen Lachen, Ungläubigkeit und Freude entlockte.

Nach eineinhalb Stunden und ein bisschen durchfroren erwartete uns ein feines Mittagessen im Restaurant des Tempelhofs. Es gab ein reichhaltiges Buffet mit verschiedenen Käsen aus der Region, original Tempelhofsalami am Meter (eine Köstlichkeit!), schottische Hochlandrind-Rauchwürstchen, Früchte vom Hof, heisse Kartoffeln und als Nachspeise fünf Sorten Entlebucher Bauernhofglacé. Gut gesättigt und wieder warm fanden wir uns um 14.00 Uhr zur Jahreshauptversammlung ein, deren Ergebnisse Sie im beigelegten Protokoll nachlesen können. Den rückblickenden Jahresbericht des Präsidenten finden Sie auf der folgenden Seite.

Barbara Camenzind

Für mehr Informationen:
www.tempelhof-uffikon.ch