PCI Gazette 36, September 2009

PCI Jura-Ritt 2009

Barbara Camenzind

Der diesjährige Jura-Ritt fand unter schönsten Wetterbedingungen statt. Fünf Pferde nahmen das letzte Steilstück auf den Mont Soleil in Angriff und wurden anschliessend auf 1200 m Höhe mit einer herrlichen Rundsicht belohnt.

Zwei Pferde wurden wegen Hufproblemen ganz kurzfristig zurückgezogen, deshalb fanden sich nur fünf Reiter/innen am Ausgangsort Le Peu-Péquignot bei Le Noirmont ein. Die Pferde wurden im grossen Stall versorgt und steckten ihre Nasen gleich zufrieden in einen duftenden Haufen Heu. Die Menschen hingegen verbrachten einen gemütlichen Abend im Restaurant des Hofes und speisten vorzüglich!

juraEin wolkenlos blauer Himmel spannte sich am Samstagmorgen über dem Jura aus und wir alle freuten uns riesig auf den vielversprechenden Tag, der vor uns lag. Vom Gasthof weg zog sich der Weg gleich einer weichen Wiese entlang, zwischen grossen, alten Tannen hindurch und durch reizvolle Siedlungen. Immer wieder galt es, die typischen Jura-Weidegatter zu öffnen, und abwechslungsweise versuchten sich alle in dieser Kunst vom Pferd aus – das war jedes Mal eine kleine Herausforderung, ausser für die Profis unter uns. Einen ersten Kaffee – sogar Glacé! – Halt gab es im Pferdealtersheim Maison Rouge, an dem unser Weg vorbeiführte. Die friedliche Stimmung dort ist immer wieder eindrücklich.

Im schönen Dorf La Ferrière wurde Mittagsrast gemacht, und der Gasthof Logis de la Licorne zauberte eine ansprechende kalte Platte auf den Gartentisch, begleitet von kühlem Bier. Die Pferde hielten Siesta und dösten vor sich hin.

Der Nachmittag führte uns immer näher an St. Imier heran, wo der Aufstieg auf den Mont Soleil begann. Nach kaum ein paar Schritten auf dem steilen Weg nach oben, aber schon einigen vergossenen Schweisstropfen, wurden wir überraschend angehalten: Mitten im Wald hatte Marlise Scheiwiller für uns ein Zvieri (Vesper, für unsere deutschen Leser/innen) arrangiert und ausgebreitet – nicht nur für uns Zweibeiner, auch für die Pferde lag ein Picknicktuch voller Äpfel und Karotten bereit! So willkommen waren uns die Getränke und die Stärkung, denn es war heiss! Ganz lieben Dank, Marlise, du bist ein Goldstück!

Angesichts der hohen Temperatur, des Steigungswinkels und der mangelnden Kondition einiger Pferde – im Zürcher Weinland gibt es eben keine Berge, nur Rebberge 😉 führten wir die Pferde das kurze Bergstück hoch und kamen oben auf dem wunderschönen Plateau des Mont Soleil an. In der Auberge L’Assesseur fanden Mensch und Tier bestens Unterkunft. Die Pferde kriegten schöne Aussenboxen, wurden gut gefüttert und guckten sich zufrieden im Hof um, wo sie alles beobachten konnten, was vor sich ging. Die Reiterinnen und Reiter fanden sich im Garten zum Apéro ein und genossen die herrliche Aussicht auf den Chasseral. Nach dem vergnügten Abendessen – während dem wir ein neues PCI Mitglied gewonnen haben! –warteten die rot-weiss karierten, typischen Schweizer Alpenbetten auf uns. Vom Zimmer aus konnten wir die Pferde sehen, die ihre Köpfe neugierig in den Hof hinausstreckten und sich ab und zu leise zuwieherten.

Der Sonntag war ebenso sonnig und klar, und ein etwas kürzerer Weg führte uns über Les Bois zurück zum Ausgangsort Le Peu-Péquignot, wo wir um ca. 14.00 Uhr ankamen. Nach dem Mittagessen wurden die Pferde verladen und wir mussten von diesem schönen Ort Abschied nehmen. Ein ganz herzliches Dankeschön an unsere Sportchefin Huguette Zemp und Oski, die diesen Ritt rekognosziert und für uns zusammengestellt haben! Es ist jedes Mal ein Genuss, unter eurer hervorragenden Organisation und mit euch zu reiten!

Barbara Camenzind

Unsere Hotels mit Boxen für die Pferde:

http://www.relaisdupeupe.ch/relais/

http://www.lassesseur.ch/