PCI Gazette 30, September 2007

Editorial

Robert Zürrer

Liebe Mitglieder

Bei besten Wetterbedingungen konnten wir Ende August unser diesjähriges PCI Freundschaftsturnier abhalten. Der reibungslose Ablauf des ganzen Tagesprogrammes ist zum einen der guten Organisation und Vorbereitung des Anlasses zu verdanken, zum anderen aber auch dem Einsatz der zahlreichen Helferinnen und Helfer, die sich mit grossem Engagement ihrer Aufgaben angenommen haben. Ich danke allen, welche zum guten Gelingen dieses Tages beigetragen haben, im Namen des PCI ganz herzlich. Besonders danke ich Sportchefin Huguette Zemp und Oskar Zemp, welche viel Zeit und Energie investiert haben, damit dieses Turnier ein schöner Erfolg wurde. Ein kompetentes Büroteam hat ferner dafür gesorgt, dass die Prüfungen ohne Unterbrüche durchgeführt werden konnten, und eine aufgestellte, fröhliche Küchenmanschaft hat auch bei starkem Ansturm auf Essen und Getränke die Ruhe bewahrt und die Bedürfnisse der Gäste befriedigt. Ohne die ehrenamtliche Hilfe all dieser Mitglieder und Freunde hätten wir wohl nicht so viele Komplimente und positive Reaktionen zum Turnier entgegennehmen können. Natürlich haben auch die motivierten Reiterinnen und Reiter sowie die interessierten ZuschauerInnen das Ihre zum Erfolg des diesjährigen PCI Hauptanlass beigetragen.

Trotzdem hat praktisch jedes Turnier auch seinen Schatten – und dieser fällt meistens auf den Richter oder die Richterin. Ergebnisse werden angezweifelt, TeilnehmerInnen oder ZuschauerInnen meinen, es besser gesehen zu haben als der Richter, konnten diesen und jenen Fehler beobachten, und trotzdem wurde das Pferd vorne platziert.
Dazu möchten wir folgendes zu Bedenken geben:

  1. Es ist Aufgabe des Richters, das Gezeigte in einer kurzen Vergleichszeit zu benoten. Ein Richter kann nie kontinuierlich alle Pferde gleichzeitig im Auge behalten. Dies kann dazu führen, dass ein Reiter das Glück hat, dass etwas Negatives in seiner Präsentation nicht von den Richtern gesehen wurde.
  2. Es ist nicht der Teilnehmer und es sind auch nicht die Zuschauer, welche entscheiden, wie die Noten zu vergeben sind. Dafür ist der Richter zuständig, es ist seine Aufgabe.
  3. Als Teilnehmer entscheide ich bei der Anmeldung, mich dem Richterspruch unterzuordnen. Falls ich an der Qualität der Organisation oder des Richters zweifle, melde ich mich nicht an.

Freuen wir uns daran, unsere Pferde präsentieren zu dürfen, und nehmen wir eine Bewertung zum Anlass, unseren reiterlichen Standpunkt zu überdenken und uns zu verbessern. Zu unserer Freude und zum Wohle des Pferdes.

Robert Zürrer